2026 Eurovelo15-2

Zimmersuche für Teil 2 unserer Rheintour

Wie stets beginne ich schon Monate vor einer Tour mit der Streckenplanung und der Reservierung der Übernachtungen. Wichtig für uns ist dabei – neben einem guten Bett, einer anständigen Dusche, einem guten Frühstück und nicht zuletzt der Möglichkeit zu stornieren (was es bedeutet, nicht stornieren zu können, mussten wir schon leidvoll erleben) – das Bambuk über Nacht sicher verstauen zu können. Das führt einerseits zu etlichen Anfragen meinerseits, zum anderen aber auch zu einigen Absagen.

In diesem Jahr habe ich sehr frühzeitig mit der Routenplanung und der Zimmersuche begonnen. Wie sich noch zeigen würde, war das eine sehr gute Idee. Und auch in diesem Jahr sind die Preise wieder deutlich gestiegen. Zahlten wir letztes Jahr noch durchschnittlich knapp 110 Euro für ein Zimmer (die Schweiz ist teuer!), so werden wir in diesem Jahr bereits rund 122 Euro hinblättern müssen. Es gibt immer weniger kleine Anbieter – privat, Pension, Gasthäuser und garni.

Als sehr positiv empfinde ich die Stornierungfristen. Sie sind bei allen Buchungen nie länger als 2-3 Tage, bei einigen Hotels darf man sogar noch am Anreisetag stornieren. Nur die zwei Hotels in Belgien machen mit vier bzw. fünf Tagen eine Ausnahme. Hoffen wir mal, das wir dieses Feature nicht benötigen.

Ein besonderes Erlebnis hatte ich wieder einmal mit einem Bett+Bike-Anbieter. Seit unserem Supergau mit dem Karnickelstall mit Dusche bin ich diesbezüglich sehr vorsichtig geworden. Auch wenn ein „Mindestkriterium“ (O-Ton Bett+Bike), um bei Bett+Bike als Gastbetrieb aufgenommen zu werden ein „Abschließbarer Raum zur Aufbewahrung der Fahrräder über Nacht“ ist. Ich kontaktierte einen Anbieter auf dieser Plattform an und fragte natürlich auch nach einem abschließbaren Raum für das Bambuk. Zur Antwort erhielt ich von der „Front Office“-Dame:

„Vor unserem Hotel befindet sich ein öffentlicher städtischer Parkplatz. Aufgrund der Größe Ihres Tandem-Trikes (3 m lang, 1 m breit) dürfte das Abstellen dort grundsätzlich kein Problem darstellen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir für den öffentlichen Parkplatz keine diebstahlsichere Unterstellmöglichkeit garantieren können und daher keine entsprechende Zusage machen können.“ Ich glaube, das muss man nicht weiter kommentieren. Meiner Meinung nach liegt der Fehler hier bei Bett+Bike.

In Bad Kreuznach gestaltete sich die Zimmersuche schwierig. Mal wollte man keine vernünftigen Stornierungsbedingungen einräumen, mal war man ausgebucht, mal sprengte ein Hotel den Preisrahmen (das Beherbergungsgeschäft scheint in Bad Kreuznach noch gut zu laufen), mal konnte man das Bambuk nicht unterbringen (siehe oben).

Letztlich entschieden wir uns, die Etappe zu verlängern, Bad Kreuznach links liegen zu lassen und in Bingen zu übernachten. Viel besser war das Angebot dort aber auch nicht, weil inzwischen fast ausgebucht. Ein Hotel gab als Begründung sogar an, dass man sich drei Wochen Auszeit gönnen würde. Schließlich wurden wir doch fündig und die Übernachtung in Bingen hat den großen Vorteil, dass wir am nächsten Tag nach nur zwei Stunden Fahrt rechtzeitig zum Marktfrühstück mit Weck, Worscht un Woi in Mainz sind.

Insgesamt war die Zimmersuche entspannter als in den letzten Jahren – nicht zuletzt, weil ich schon viel früher mit der Planung begonnen habe. Ich hoffe, dass alle Gastgeber nicht nur einen guten Platz für uns, sondern auch für das Bambuk haben.

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