Fränkische Quellentour – ein Resümee
Unsere Tour entlang fränkischer Flüsse war traumhaft und bis auf sehr wenige Ausnahmen auch für unser Bambuk bestens geeignet. Es ging überwiegend auf geteerten Wegen abseits des Autoverkehrs entlang, sodass sich oft eine Art meditatives Radeln einstellte. Die Landschaft war wunderschön, die Hotels allesamt erstklassig und man kümmerte sich dort auch liebevoll um unser Bambuk.
Zunächst führte uns der Weg über Ansbach entlang der Rezat, die man aber kurz nach Ansbach aus den Augen verliert. Hinter Oberdachstetten sollte man bis zur Munasiedlung den Weg entlang der B13 nehmen, da der Feldweg in einem sehr miserablen Zustand ist – sicherlich das mit Abstand schlechteste Wegstück auf unserer Tour.
Danach ging es weiter zur Aischquelle. Dass man nicht alles glauben darf, was Youtuber so verzapfen, zeigt sich dort. Doch, Linde und Karsten, man kommt sehr wohl mit dem Fahrrad zur Aischquelle. Sie liegt direkt neben einem Parkplatz an der B13 und man muss nur circa 200 Meter auf der vergleichsweise schwach befahrenen Bundesstraße – und wieder zurück – fahren.
Von dort aus begann unsere Fahrt entlang der Aisch. Der Aischtalradweg startet allerdings schon in Rothenburg ob der Tauber. Unser Vorteil: Wir fuhren von Anfang an entlang der Aisch, während die offizielle Route bis Bad Windsheim einen großen Bogen macht. Man ist stets in der Nähe der Aisch. Manchmal erinnert das an den Mainradweg, der ebenfalls stets eng am Fluss bleibt. Die Mündung der Aisch in die Regnitz kurz hinter Trailsdorf kann man leicht verpassen, da der offizielle Weg auf der Hauptstraße bleibt und man auf einen nagelneuen, geteerten Feldweg abbiegen muss. Zur Mündung geht es zu Fuß das steile und unbefestigte Ufer hinab – nicht für jedermann geeignet. Ab da geht der Aischtalradweg bis Bamberg am Main-Donau-Kanal entlang. Man hat die Wahl, ob man auf Asphalt am Dammfuß oder auf feinem Schotter auf der Dammkrone fährt. Letzteres ist sehr gut möglich (in Strullendorf aber unbedingt am Damm bleiben und nicht den offiziellen Schildern folgen).
Tipp für einen Wochenendausflug: Rund um Neustadt an der Aisch gibt es auch den Aischgründer GenussRadweg. Er ist 70 Kilometer lang. Auf der Website kann man eine Radwegekarte herunterladen oder sich per Post auch zuschicken lassen.
Hinter Kulmbach blieben wir am Main, während der offizielle Weißmain-Radweg dem Flüsschen Schorgast folgt. Letzteres wird wohl damit begründet, dass der Weg entlang des Mains meist auf der Straße verläuft. Dort war aber so wenig Verkehr, dass das überhaupt kein Problem war. In Himmelkron vereinigen sich beide Wege wieder.
Wir hatten uns vorgenommen, die Saale- und die Egerquelle anzufahren. Dazu mussten wir am alten Bahnhof von Bischofsgrün einen steilen Berg hinauf und bis Gefrees wieder hinunterfahren. Bis zur Saalequelle waren die Steigungen dann moderat und man konnte mit dem Bambuk bis direkt zur Quelle fahren. Danach folgten wir dem offiziellen Radweg mit feinem Splitt nach Bad Weißenstadt. Nach einer Pause fuhren wir die Egerquelle an. Hier konnten wir wieder einmal erleben, welche Ideen Radwegplaner haben. Zu einem Radweg gehört schließlich auch ein adäquater Untergrund. 500 Meter hinter Weißenhaid kehrten wir um, da der Weg so schlecht war, dass höchstens Hardcore-Mountainbiker ihre Freude daran gehabt hätten. Ohnehin liegt die Egerquelle nicht weit von der Straße nach Bischofsgrün entfernt und dort gibt es auch einen Parkplatz, man kann jedoch mit dem Fahrrad direkt bis zur Quelle fahren.
Am nächsten Tag ging es von Anfang an recht steil hinauf zum Ochsenkopf. Unser Ziel waren die Weißmainquelle und anschließend die Fichtelnaabquelle. Die Wegbeschaffenheit war mit feinem Splitt recht gut. An beide Quellen kann man nicht direkt heranfahren und muss die wenigen Meter dorthin laufen. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt, aber die Strecke ist definitiv bambuk-geeignet.
Ab da ging es auf dem Fichtelnaabradweg weiter (www.oberpfaelzerwald.de/fichtelnaab-radweg. Vorsicht! naabtalradweg.de ist keine offizielle Website und hat nicht einmal ein Impressum – schon merkwürdig). War schon die Fahrt entlang der Aisch wunderbar, setzte der Fichtelnaabradweg noch eins drauf. Bis Windischeschenbach, wo die Fichtelnaab sich mit der Waldnaab vereint, geht der Weg.
Die Tour ist rundherum zu empfehlen. Der Weg ist weitgehend asphaltiert und die wenigen Steigungen machbar. Man muss ja nicht unbedingt die Quellen im Fichtelgebirge mitnehmen.
