Weck, Worscht und Woi
An jedem Samstag findet in Mainz das Marktfrühstück statt, das wegen aber einer Großbaustelle nahe des Doms auf drei kleineren Plätzen stattfindet. Nach dem großen Frühregen treffen sich alle genussfreudigen Meenzer und Touristen am Schillerplatz. Vor dem Metzger eine lange Schlange wegen der Worscht, sei es Fleischworscht oder Leberkaessemmel.
Nach dem wunderbaren 20 min Orgel- und Trompetenkonzert in der Stefans Kirche finden wir uns in der nächsten Menschenmenge am Fischtorplatz. Die Hölle ist los, jung und alt, mit Schoppestang oder gleich der ganzen Flasche Woi. Armin holt die Worscht und das Weck. Einheimische zahlen sechs Euro, Tourists wie wir zahlen elf Euro, sapperlot. Danke, Herr Harth. Wie letztes Jahr kommen wir ins Gespräch mit einem gut situierten Rentnerehepaar, dass nur für diese Stimmung 40 Minuten her geradelt ist. Und später sitzt er uns gegenüber, der Münchhausen aus Rüsselsheim, der uns wunderbare Lebenskalauer erzählt und uns sogar noch im Dom eine besondere Skulptur zeigt nebst Gschichtli und uns zu einer altehrwürdigen Weinkneipe führt. Ach ja, und dass mich noch jemand ‚junge Frau‘ nennt, hätt ich auch nicht gedacht. Gschichtli ohne Ende, welch unterhaltsamer und netter Nachmittag. Meenzer Lebensgefühl halt.







