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5-Flüsse-Tour – Tag 9 Klönsnack

‚Die kleinste Waffelstube der Welt‘: wie schön, dass es sie noch gibt. Mein Mann überrascht mich gerne und immer wieder aufs Neue. Auch heute. Er fährt mich zur kleinsten Waffelstube der Welt. Hier waren wir vor vielen Jahren schon einmal. Wir wollten Sylvester an einem Ort feiern, an dem nicht geböllert wird, zum Wohle unseres damaligen Hundes. Deswegen sind wir nach Norden Norddeich gefahren. Aber das mit dem Geböller ist eine andere Geschichte. Bei steifer Brise und etwas schiet Wetter sind wir einst mit unserem Hundi die knappen 7 km am Deich entlang gelaufen, um uns Waffeln zu gönnen. Mich freut es heute so arg, dass es diese Waffelbude noch gibt, dass sie die Corona- Zeit überstanden hat, und die Waffeln (wahlweise mit beschwipsten Kirschen oder beschwipstem Apfelmus) noch genauso knusprig schmecken und liebevoll angerichtet sind wie damals. Geändert hat sich nur der Außenbereich, der minimal gewachsen ist und die Tische, die gegen Neue ausgetauscht wurden. Das Highlight war neben den Waffeln und der sehr freundlichen Ehefrau, der Klönsnack mit dem Ehemann. Ein Erzählkünstler. Ein Genuss, seinen Geschichten zu lauschen und auf diese Weise noch mehr Verständnis für die harte Arbeit eines Selbständigen zu bekommen. Hut ab für diese Lebensleistung und ein Dankeschön für die humorvollen Erzählungen (so wie Eines zum Anderem kam)! Lust auf Inhaltliches? Dann schaut einfach auf Facebook nach. Dort hat er seine Geschichten aufgeschrieben. Und wer weiß, vielleicht warst DU auch schon in dieser Waffelbude und bist ein Teil dieser Geschichten.

Ich behaupte mal, mit den meisten Mittelfranken wäre dies nicht passiert. Einfach so, auf dem Deich, ein spontaner Klönsnack mit einem Bauern. Ein herzlicher Schnack über Gott und die Welt – während oben auf dem Deich die Einheimischen endlich wieder boßeln können.

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