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5-Flüsse-Tour – Tag 11 Mondän oder nicht mondän?

Ein Bad – ab in die Therme, oder? Nej. Heute nicht. Wir checken im Hotel ein und freuen uns über ein großes Zimmer, mit einem sehr großen Bett. Das erste Bett auf unserer Reise, das keine Ritze hat. Endlich mal wieder ritzenfrei kuscheln. Auch eine große Flasche Wasser nebst einer kleinen Tafel Schokolade heißen uns willkommen. Nienburg, Janis Joplin und unsere Beutejagd zeigen Nachwehen. Wir machen auf Fauli. Ich erinnere mich, ein Buch dabei zu haben und sitze im Sessel und lese sehr lange. Herrlich!

Zur Abendessenzeit schlendern wir durch den Kurpark und die Innenstadt. Die Stadt hat wohl mal bessere Zeiten erlebt. Schöne stilvolle Häuser und Villen gibt es. Leider gibt es inzwischen auch viele Leerstände, was die Läden angeht. Ob das wohl Corona Auswirkungen sind? Die Preise in manchen Speisekarten zeugen noch von der mondänen Zeit. Dennoch sitzen überall, wo man sitzen kann, Menschen und genießen Aperol Spritz, Wein, Bier und Essen. Manche Kurgäste sind an ihrem 24-Stunden-Blutdruckmessgerät gut zu erkennen. Manche haben wohl auch Besuch von ihrer Familie. Wir haben wieder Glück und genießen ein gutes Abendessen mit für einen mondänen Ort sehr zivilen Preisen. Die Bänke des Kurparks sind des Nächtens sehr beliebte Orte für Verliebte oder solche, die es noch werden wollen. So ziemlich jede Bank ist besetzt. Es ist aber auch schön, im Dunkeln dem hell erleuchteten Brunnen mit seinen Lichtspielen zu bewundern. Romantisch. Im Hotelbett angekommen und eingekuschelt, bekomme ich, wie jeden Abend, vorgelesen. Entspannt kann ich mich, noch unwissend, auf eine Nacht freuen, in der ich wirklich tief und fest schlafe. Wow!

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