2026 Fränkische Quellentour

FQ Tag 4 – Alles gut – noch

Das Hotel bietet unter der Woche Frühstück bereits ab 6 Uhr an, was wohl den vielen Menschen geschuldet ist, die beruflich in Kulmbach weilen. So früh gehen wir zwar nicht zum Frühstück, aber sind doch früher dran als sonst, denn dieser Tag führt uns ins Fichtelgebirge hinein und dürfte damit die Königsetappe mit „Bergen“ der Hors Catégorie sein – zumindest für uns und das Bambuk.

An der Forstlasmühle passieren zwei Dinge: Erstens mündet dort das Flüsslein Schorgast in den auch nicht mehr so üppigen Main und zweitens treffen wir auf sieben Querrinnen, die so hoch gebaut sind, dass wir sie im Schneckentempo überqueren müssen. Vermutlich dürften rasende Radler der Grund sein, denn der Radweg geht mitten durch die eng angrenzenden Gebäude der Mühle. Warum es aber gleich sieben Querrinnen sein müssen, bleibt ein Rätsel. Ein Schildbürgerstreich?

Kurz danach, in Kauerndorf, verlassen wir den Weißmainradweg, denn der folgt weiter der Schorgast und der Main begleitet uns. Während der Main sich gemütlich durch Wiesen und Felder „räkelt“, fahren wir auf der recht einsamen Landstraße (bis Trebgast überholen uns keine zehn Autos). Nur hinter der Brücke der A9 haben wir einen geschotterten Weg, ansonsten stets Asphalt.

Ab Bad Berneck geht es langsam aber kontinuierlich bergauf, während der Main uns stets auf der linken oder rechten Seite leise plätschernd begleitet. Die ganzen Zeit fahren wir im Wald. Allerdings ist die Bundesstraße nie weit und man hört die vielen LKW, die die Steigung erklimmen.

Nach 37 Kilometer kommen wir am ehemaligen Bahnhof von Bischofsgrün – dort wo die St2464 in die Bundesstraße 303 mündet – an. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung in den Ort.

Unser Plan sieht aber anders aus: Wir wollen zur Saale- und zur Egerquelle fahren. An dieser Stelle möchte ich eindringlich warnen: Es wird mehrfach steil und einige Wege nennen sich zwar offiziell Radwege, aber dem kann man nur mit größtem Wohlwollen zustimmen. Ja, ich weiß, Drumherumgerede. Ich werde noch darauf zurück kommen.

Also: Wer es bequem und locker liebt, fährt nach Bischofsgrün. Wer eine Herausforderung braucht, nimmt unseren Weg.

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