2025 Pilger-Iller-Wertach

Tag 6 – Der Lack is‘ ab

Wir beziehen unser Zimmer im Goldenen Hirsch in Kaufbeuren. Es ist geräumig, scheint aber etwas in die Jahre gekommen zu sein (siehe Foto). Schön, dass es zur Begrüßung Mineralwasser gibt – Gläser dazu wären aber auch nett gewesen. Auf dem Bett liegen zwei Schoko-Schneemänner(!). Auf der Suche nach Informationen zum WLAN stellen wir fest, dass nichts Gedrucktes vorliegt. Stattdessen soll man mit Handy einen QR-Code scannen und würde dann alles erfahren. Man geht also davon aus, dass jeder Gast ein Handy besitzt und auch weiß, wie man einen QR-Code scannt. Leider hilft das nicht weiter, denn auch danach sind Informationen zum WLAN nicht zu finden und das Handy zeigt ein Dutzend WLANs an. Die Lösung findet sich nach einem Anruf in der Rezeption: Das WLAN heißt Gast (für HirschGast oder ähnliches hat es wohl nicht mehr gereicht) und ist offen. Leider ist die Qualität so schlecht, dass wir doch lieber über das Mobilnetz in World Wide Web gehen.

Links ist gut die schlechte Qualität des Hirsch’schen WLANs zu erkennen. Im Vergleich die WLANs der nächsten zwei Hotels.

Viel später stelle ich fest, dass ich bei der Buchung des Hotels von falschen Voraussetzungen ausgegangen war: Ich nahm an, dass es bei einem Hotel in der Innen- aka Altstadt wenig Verkehr geben und es ruhig zugehen würde. Weit gefehlt. Nicht nur, dass unten vor dem Restaurant, bis 23 Uhr ziemlich Trubel war, es fuhren auch ständig PKW vorbei, deren Fahrer*innen lautstark demonstrierten, wie gut ihre Car-Hifi-Anlage ist. Und die, die offensichtlich nicht darüber verfügten, hupten ersatzweise. Bis gegen halb eins ging das so. Um dreiviertel fünf war schon wieder der oder die erste mit Hifi-Ambitionen unterwegs.

Entsprechend gerädert standen wir auf. Dass es beim Frühstück, das sage und schreibe 16 Euro pro Person kostete, nicht einmal Croissants gab (nicht einmal die kleinen Pseudo-Croissants) „versüßte“ uns den Tag endgültig.

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