Tag 4 – Kleine Auszeit
Das Radeln ist einfach wunderschön. Wir sind in Münster, das Ortsschild hat es uns angezeigt. Zur Innenstadt sind es noch 3 km. Und dennoch radeln wir in wunderbarer Natur, vorbei an Apfelbäumen und Wiesen. Wir sind nur ein Radelteam unter viiiiiielen Radlern:)
Wir machen Halt in einem Bio Bauernhof Cafe. Der typische Bauernhofcharme, der rote Häuserbackstein ist im Münsterland allgegenwärtig. Der Außenbereich des Cafes ist aufgeteilt in viele wunderschöne kleine Ecken, ein Walnussbaum in der Mitte, umrahmt mit einer Holzbank. Ein 4-er Tisch hier, ein Einzelplatz mit rundem Mosaiktisch dort, hinter der Hecke ein Strandkorb, Blumen, Gräser. Welch wunderbunter Verweilort für ein Stück Käsekuchen und ‚a Dässla Gaffe‘. Sitzen und beobachten und genießen.
Ich gebe im Bio Hofladen (Obst, Gemüse, Getränke, Kosmetik und so manches kleine Geschenk) unsere Bestellung auf. Unsere Käsekuchenstücke kommen von einem neuen frischen Blech aus der Kühlkammer. Was mich besonders freut, dass es Neumarkter Lammsbräu Getränke (mit und ohne Alkohol) gibt. Oberpfälzer Genüsse im Münsterland, toll!
Nach der Bestellung flaniere ich durch den kleinen Garten und entdecke einen Spruch von Astrid Lindgren, auf eine Schieferplatte geschrieben. Recht hat sie, leider vergisst man dies in der Hektik des Alltages viel zu oft. Gleichwohl ist das der Schlüssel zur Resilienz! Let’s do it, nicht immer, aber immer öfter 🙂
Nach der Rast wollen wir am Aasee gen Greven radeln. Leider dürfen auf der Ostseite des Sees keine Radler radeln, weswegen wir uns wieder in das Radfahrergetümmel wagen. Wie gut, dass wir letztes Jahr schon den See umlaufen haben und auch den Schock der unzähligen rasenden radfahrenden Menschen überwunden haben, insofern war es diesmal schon ganz normal. Womit man leider immer rechnen muss: die Arroganz mancher Autofahrer, die mal eben ganz schnell rechts abbiegen müssen, obwohl der Radler Vorfahrt hat. Dank Armins guter Reaktion und der super Bremskraft unseres Bambuks ging dieses Erlebnis gut aus. Greven, wir kommen, wir sind wieder im Radelfluss.
