Tag 1 – Freundlicher Zwiebelhofer
Kurz vor neun fahren wir los. Es nieselt schon und die Hoffnung, dass es am Vormittag halbwegs trocken bleibt, erfüllt sich nicht. 20 Minuten nach dem Start dürfen wir schon dem ersten Umweg fahren: der Bahnübergang bei Großbreitenbronn ist auch nach Jahren noch eine Baustelle.
Die Steigung vor Beyerberg fahren wir zum ersten Mal – und zum letzten Mal. Sie ist recht heftig und auch ziemlich lang. Nach Beyerberg meinte es die Streckenplanung-App zu gut mit uns: Sie wollte uns eine lange Steigung ersparen, führte uns dafür aber zu einem zugewachsenen Waldweg. Ein großes Problem war es aber nicht.
Aufregender war da schon Wittelshofen. Der Ort ist eine einzige Baustelle. Wir haben Erfahrung mit innerörtlichen Baustellen. Das Bambuk kam trotz allem stets noch durch. Bei dieser nicht, keine Chance. Zehn Meter vor der “rettenden“ Abzweigung ist Schluss. Also kehren wir um und umfahren den Ort einmal komplett.
Inzwischen regnet es heftiger. Längst halten wir mit Ganzkörperkondom dagegen. Nach Strambach entscheiden wir, die Jagstquelle links liegen zu lassen und direkt nach Ellwangen zu fahren. Das erspart uns 15 Kilometer Regen.
In Zwiebelhof hat der Regen kurz aufgehört und wir können den Akku wechseln. Ein älterer Herr kommt aus dem Haus und fragt uns freundlich, ob wir Hilfe benötigen. Es freut mich, zu erleben, dass es noch Menschen gibt, die andere unterstützen wollen.
Danach geht es durch einen Wald noch einmal steil den Berg hinauf. Kurz darauf erreichen wir eine Seenlandschaft mit vier Stauseen und drei Campingplätzen. Es geht teilweise rasant den Berg hinab.
Wenig später sind wir schon in Ellwangen und erreichen unser Hotel, in dem wir vom Besitzer freundlich begrüßt werden. Er öffnet uns auch gleich die Garage für unser Bambuk.