2025 Eurovelo15-1

Eurovelo 15 Tag 4 – „Badi“-Häusi guck: von Rorschach nach Gailingen

Die Schweizer Bodenseeseite ist wunderbar. Erstens wird man von vielen Schweizern angelächelt und gegrüsst (Grüazi miteinand), zweitens radelt man oft nah am See und drittens gibt es viele Schwimmbäder mit Kiosk, ‚Badi‘-Häusi genannt. Es gibt soviele Möglichkeiten, auf dem Bodensee zu paddeln, stand-up paddling zu betreiben oder einfach nur im See zu schwimmen. Es lohnt sich absolut, auf der Schweizer Bodenseeseite zu radeln, da auch die Ortschaften mit ihren Fachwerkhäusern schön anzusehen sind. Von unserem Dachgeber bekommen wir einen Tipp für eine andere Strecke, also feste treten, die Anhöhe hoch um den Bodensee von oben zu bestaunen. Mir gefällt das Radeln so nah wie möglich am See sehr gut, so geht es durch einen schönen Wald und vorbei an Hofläden wieder nach unten.

Der eigentliche Radweg ist meistens gut ausgeschildert. Viele Radler nutzen ihn, aber auch viele Familien. Ich bin jedesmal erstaunt, wie locker flockig wir von Rennradlern überholt werden, von solchen, die noch ohne Motor unterwegs sind. Sehr entspannt finde ich die Pause in Ermatingen (Schifffahrt möglich), direkt am Bodensee. Sitzen und übers Wasser schauen oder den Fischli im Wasser zusehen, in die Sonne blinzeln, und schon kann man wieder kräftig in die Pedale treten.

Sehr sehenswert ist Stein am Rhein mit seiner pittoresken Altstadt. Sie lockt so sehr, dass wir verbotenerweise durch diese geradelt sind, das Handy auf Videomodus, langsam in Schlangenlinien vorbei an den vielen Fussgänger*innen, vorbei an all den Tischen mit Senior*innen. Und wer gedacht hat, dass es mit dem gebirgigen Radeln aus ist, hat Pech gehabt. Unser kleiner Akku hat nach 16 km für sich beschlossen, nur noch Mitfahrer zu sein, so durfte der zweite Akku wieder ran. Und Dank an meinen akkusparenden Mann: vor Gaillingen geht es vom Rhein aus derart steil den Berg hoch, der Akku hat sein letztes Tröpfchen gegeben, wir haben mit dem ‚letzten Saft‘ unsere Übernachtung, den ‚Lotus Garden‘ erreicht. Für die beiden Akkus gibt es lecker Strom, für uns zwei lecker Ente, was will man mehr. Vielleicht ein Besuch im ‚Badi‘:)

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