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5-Flüsse-Tour – das Ende und eine Versicherung, die nicht tut, was sie soll

Unsere Tour ist nach 45 Kilometer beendet. Doch das Schlimmste kommt noch: Nie hätte ich gedacht, dass uns die ADFC Pannenhilfe derart im Stich lassen würde. Doch der Reihe nach.

Kurz nachdem wir den Akku gewechselt haben, hören wir einen Schlag, danach Schleifen. Halt mitten auf der Strecke. Das Schutzblech liegt auf dem Reifen auf. Zunächst vermuteten wir noch irgendwelche lockeren Schrauben. Ein Blick auf die Schwinge belehrt uns aber eines anderen – sie ist angebrochen.

Dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken ist, dürfte klar sein. Das Bambuk muss also zum Startpunkt, der eigentlich auch Zielpunkt gewesen wäre, zurück. Kein Problem, denken wir, wir haben ja die ADFC Pannenhilfe Plus. Unser Anruf endete mit einem „Alle Leitungen sind belegt“. Der Automat schlägt vor, den Pannenfall online zu melden, dazu würde uns per SMS einen Link zugeschickt werden. Die Annahme, dass das den Vorgang beschleunigen würde, erweist sich leider als falsch.

Es dauert sage und schreibe eineinhalb Stunden, bis wir einen Rückruf erhalten: „Was haben Sie denn gemacht?“ – kein guter Beginn des Mitarbeiters für ein Gespräch, vor allem wenn er sich dafür so viel Zeit lässt. Entsprechend angefressen bin ich. Zweiter bemerkenswerter Satz des Gesprächspartners, nachdem ich ihm die Größe unseres Tandem-Trikes genannt habe, und dass das Ziel 45 Kilometer entfernt ist: „Unsere Dienstleister sind ganz normale Abschleppunternehmen, die sonst Autos abschleppen. Ob ich da einen finde, der das macht? Normalerweise ist das Ziel vielleicht 15 Kilometer entfernt.“ Er schlägt vor, dass ich mich selbst um den Transport kümmere und die Roland Schutzbrief-Versicherung AG – die erledigen nämlich den ADFC Pannenhilfe-Job – die Kosten bis 150 Euro übernimmt (denn Betrag nannte er mehrfach). Er würde mir das noch per Mail bestätigen. Gesagt, getan. Doch später steht in der Mail nur noch 50 Euro. Auf meinen sofortigen Widerspruch folgt Schweigen im Walde. Sehr schlechter Stil, liebe Roland Schutzbrief-Versicherung AG. Natürlich werde ich die Sache weiter verfolgen und Sie auf dem Laufenden halten.

Ich rufe ein Taxiunternehmen an, dass den Rücktransport gerne übernimmt und uns zum Startort zurückbringt, wovon wir uns mit Lars auf den Weg in unseren etwas anderen Urlaub machen.

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